Gründung

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist ein dezentral organisierter deutscher Wohlfahrtsverband, der sich auf persönliche Mitgliedschaften in seinen Ortsvereinen aufbaut.

1919 versuchte die Gründerin der Arbeiterwohlfahrt Marie Juchacz (1879-1956), vor allem die Not der durch den Ersten Weltkrieg Geschädigten zu lindern, indem sie Nähstuben, Mittagstische, Werkstätten zur Selbsthilfe und Beratungsstellen einrichtete. Später entwickelte sich die Arbeiterwohlfahrt zu einer Hilfsorganisation für alle sozial bedürftigen Menschen.

Nach der Machtergreifung Adolf Hiltlers wurde die Arbeiterwohlfahrt aufgelöst und verboten, jedoch nach Ende des Zweiten Welkrieges 1946 in Hannover als parteipolitisch und konfessionell unabhängige Hilfsorganisation neu gegründet.

Der Ortsverein Zwiesel der Arbeiterwohlfahrt nahm 1949 in schwerer Notzeit seine Arbeit auf. Gründer waren Ignatz Lang, Anton Schaller, Josef Straub (Vater des heutigen Kassiers), Franz Polatcek, Kurt Irmler, Ferdinand Schröder, Anton Straub, Xaver Havner, Michael Wellisch und Max Schröder.

Auch Frauen arbeiteten seit Gründung mit: Rosa Bredl , Gertrud Irmler, Katharina Häckel, Philomena Straßer, Maria Hofmann und Amalie Schröder.

Haussammlungen legten damals den Grundstock für Hilfsaktionen, vor allem für Kriegsheimkehrer, Erholungsmaßnahmen für alte und arme Mitbürger, aber auch Schulsanierung, Verteilung von Essensgutscheinen usw., man richtete Sprechstunden ein und half bei Anträgen und Schreibarbeiten.

Neben den Mitgliedsbeiträgen hat sich die AWO, auch in Zwiesel, bald auch andere Einnahmequellen, wie Tanzveranstaltungen und Wohlfahrtslotterien erschlossen. Sehr bald wurde auch die Seniorenarbeit fester Bestandteil der Verbandsaktivitäten.

25 Jahre später, 1974, gelang es Willi Stumbeck und Hermann Schlupeck, damals Ortsvorsitzende in Zwiesel, dreißig Seniorenwohnungen mit einem Kostenaufwand von zwei Millionen Mark zu errichten. Auch heute werden diese Wohnungen in der Rastfeldstraße noch unter der Trägerschaft der AWO geführt.

1976 baute der Landesverband die Familienferienstätte in der Karl-Herold-Straße, nach seinem Gründer benannt, die heute vom Kreisverband geführt wird.

Heute engagiert sich der AWO Ortsverein Zwiesel vorwiegend im Seniorenbereich. Im 14tägigen Rhythmus findet in der Rastfeldstraße 22 ein betreuter Seniorentreff statt, dem jeder Interessierte gerne beiwohnen kann. Unabhängig davon werden Halb- und Tagesfahrten in die nähere Umgebung angeboten (bitte Pressemitteilungen beachten).

In der Zukunft wird sich der Ortsverein auch der Jugend in Zwiesel verstärkt widmen. Ein erstes Freizeitangebot wird in Kürze bekannt gegeben. Weiteres ist noch in Planung. Auch Informationsveranstaltungen, quer durch verschiedene Bereiche, soll es künftig öfter geben.

Jeder ist als interessierter Teilnehmer der Angebote herzlich willkommen, egal ob Mitglied oder nicht. Der Ortsverein freut sich jedoch über jedes neue Mitglied, das die Arbeit und das Engagement der AWO unterstützen möchte. Als Mitglied profitiert man nicht nur von einzelnen Vergünstigungen, sondern bringt sich – ohne großen (finanziellen) Aufwand – für die Menschen in unserer Heimat , in Zwiesel, ein. Die AWO ist für alle da!

Werden Sie Mitglied bei der AWO Zwiesel und unterstützen Sie uns.